Ausstellung „Alle nach Oberreut“

ALLE NACH OBERREUT!

Bunt, vielfältig, verkannt – vielleicht passen diese drei Adjektive am besten auf Oberreut. Niemand, der in dem Stadtteil im Südwesten von Karlsruhe wohnt, ist hier seit Generationen verwurzelt. Auf dem Reißbrett entworfen, wurde der Stadtteil seit den 1960er-Jahren Wohn- und Lebensort von Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Hintergründen. Migrationserfahrung – entweder ganz persönlich oder familiär – ist das, was alle Oberreuter*innen heute verbindet. Hat sich das „Versprechen Europa“ auf Diversität und Vielseitigkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner erfüllt? Das Stadtmuseum Karlsruhe und das Kulturbüro machen sich in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung auf den Weg, Oberreut aus dieser diversitätsorientierten Perspektive neu zu entdecken.

 

Ausstellung „Alle nach Oberreut“

Laufzeit: 13. Mai bis 26. Juli

Eröffnung: 10. Mai 2020, 16 Uhr

Öffnungszeiten: Mi., Do.: 16-18 Uhr, Fr.:10 – 12 Uhr, So.: 10:30 – 11:30

 

Oberreuter*innen mit ganz unterschiedlichen Migrationserfahrungen – Menschen, die in den 1960er Jahren aus dem Karlsruher Dörfle zugezogen sind, ehemalige Gastarbeiter*innen,

(Spät-)Aussiedler*innen und weitere Personen – kommen im Rahmen der Ausstellung zu Wort. In Interviews erzählen sie ihre persönliche Geschichte und berichten über ihr Ankommen und ihr (Zusammen-)Leben in Oberreut.

Musikalische Umrahmung der Eröffnung: Move together, aus dem Programm „Europareise“, Leitung Dirk Scheerer

 

Vortrag „… aber besonders schlimm geht es für die Deutschen.“

Russlanddeutsche Erinnerungskultur in der Sowjetunion

Datum: 14. Mai, 19 Uhr

Im Rahmen des offenen Kulturtreffs Oberreut

Andreas Schulz, Historiker und Fachreferent an der Landeszentrale für politische Bildung, gibt in seinem Vortrag Einblicke in die Geschichte der russlanddeutschen Siedler von den Anfängen unter Katharina II. im Jahr 1763 bis zu den Erfahrungen von Verfolgung, Zwangsumsiedelung und Ermordung unter Stalin. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Identität und der Erinnerungskultur der größten Gruppe verfolgter Ethnien im Vielvölkerreich Sowjetunion.

 

Erzählpodium „Identität zwischen allen Stühlen. Deutsche aus Russland erzählen“

Datum: 15. Mai, 18 Uhr

Welche Erfahrungen haben die fünf Personen auf dem Podium  – darunter auch der Historiker Victor Krieger – vor, während und nach ihrer Emigration aus Russland gemacht? Wie haben sie ihre Ankunft in einem fremden Land erlebt? Als Kind, als Jugendliche oder schon als Erwachsene. Welche Erinnerungen und Gefühle verbinden sie mit ihrer früheren Heimat und ist ihnen vielleicht auch Deutschland zu einer Heimat geworden?

Moderiert wird der Abend von Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche gemeinsam mit Andreas Schulz, Fachreferent an der Landeszentrale für politische Bildung.

 

„Als die Straßenbahn noch nicht bis Oberreut fuhr…“ – Ein Erzählabend zu Oberreut im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Historische Mittwochabend“ von Stadtarchiv & Historischen Museen

Datum: 24. Juni 2020, 18 Uhr

An diesem Abend können gemeinsam Fotos angeschaut sowie Erinnerungen und Geschichten aus und zu Oberreut ausgetauscht werden. Oberreuterinnen und Oberreuter und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, selbst Fotos mitzubringen und von ihren Erlebnissen und Erfahrungen im Stadtteil zu erzählen.

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei

Veranstaltungsort: Ökumenisches Gemeindezentrum, Bernhard-Lichtenberg-Straße 46-48

Es schrieb für Sie:
Werner Blödt betreut das Sprachrohr des Bürgervereins, die Oberreuter Waldpost