Hermann Müller-Würtz

Hermann Müller-Würtz wurde am 19. Februar 1878 in Berghausen/Pfinztal geboren. Als Schlosser war er bei der Stadt Karlsruhe beschäftigt. Er lebte bis zu seinem Tode in Daxlanden. Von 1911 bis 1930 war er Stadtverordneter sowie Parteifunktionär beim SPD-Ortsverband Daxlanden.

Kurz nach der Machtergreifung kam es in Daxlanden zu Auseinandersetzungen zwischen der NSDAP-Ortsgruppe und Hermann Müller-Würtz. Einen von ihm im „Volksfreund“ verfassten Artikel nahm die NSDAP am 10. März 1933 zum Anlass, ihn wegen fortdauernder Hetze anzuzeigen und seine Entlassung aus dem öffentlichen Dienst zu fordern.
Eine Woche später erschien Hermann Müller-Würtz nicht mehr bei der Arbeit und war verschwunden.
Am 25. Juni 1933 fand man seine Leiche bei Altrip im Rhein. Ohne eine Obduktion vorgenommen zu haben, ließen die Machthaber verlauten, dass Hermann Müller-Würtz Selbstmord verübt habe. Dies wird heute allerdings sehr stark angezweifelt.
Am 23. November 1993 hat der damalige Erste Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Erwin Sack, das Straßenschild in Anwesenheit der Tochter des Straßennamensgebers, Frau Alma Reif, enthüllt.

Es schrieb für Sie:
Manfred Bilger
Manfred Bilger, damaliger 1. Vorsitzender des Bürgerverein Oberreut e.V., fasste erstmals die gesamte Straßengeschichte von Oberreut zusammen.