Rudolf Breitscheid

Rudolf Breitscheid wurde am 2. November 1874 in Köln geboren und kam am 24. August 1944 im Konzentrationslager Buchenwald um. Als offizielle Todesursache wurden Verwundungen, verursacht durch den heftig erfolgten Fliegerangriff, angegeben. Mithäftlinge berichteten jedoch, dass Rudolf Breitscheid unmittelbar nach dem Fliegerangriff durch die SA-Wache durch einen Herzschuss umgebracht worden sein soll.

Breitscheid gründete 1908 mit anderen die Demokratische Vereinigung. 1912 trat er der SPD bei und wurde 1915 nach der Parteienspaltung Mitglied der USDP. Von 1915 – 1923 war er Herausgeber des Wochenblattes „Der Sozialist“. 1918/19 hatte er das Amt des preußischen Innenministers inne. Nach der Parteienwiedervereinigung war er Fraktionsvorsitzender und außenpolitischer Sprecher im Reichstag.
1933 emigrierte Breitscheid zunächst in die Schweiz und von dort nach Frankreich, wo er 1940 von der Vichy-Regierung an die Gestapo ausgeliefert wurde.

Es schrieb für Sie:
Manfred Bilger
Manfred Bilger, damaliger 1. Vorsitzender des Bürgerverein Oberreut e.V., fasste erstmals die gesamte Straßengeschichte von Oberreut zusammen.